Geschichte

 

 

Am 21. Juni 1887 als freier Turnverein zu Roschütz gegründet. Zu den 15 Ursprünglichen Gründungsmitgliedern gehörten Ärzte, Rechtsanwälte und Handwerker. Im Verein wurden damals Schach, Kegeln Faustball und Turnen angeboten.

 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Turnen in Deutschland weit verbreitet. Da es keine Turnhallen gab, verlagerte man die Turnübungen ins Freie.  So trainierten um die Jahrhundertwende Männer und Frauen in Roschütz am Reck, Barren und am Boden.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Fußball in Deutschland immer beliebter. Auch die Mitglieder des Turnvereins Roschütz wollten dem runden Leder nachjagen. Anfangs noch auf einer Wiese, mussten die Mitglieder wegen der Jenaer Regeln sich einen Sportplatz zulegen. So kaufte die freie Turnerschaft 13.000 qm am Bieblacher Hang, jeder bekam eine Schaufel oder Spaten in die Hand und nachdem man auf dem damals stark ansteigenden Gelände über 2000 m³ zurecht nivelliert hatte, konnte man am 11. Juni 1932 die Eröffnung des Sportplatzes mit einem großen Turnfest feiern.

 

In der Zeit des Faschismus, wurde der Verein aufgrund des Erlasses des Reichspräsidenten am 15.07.1933 als Arbeitersportverein „zum Schutz von Volk und Reich“ verboten und sämtliches Spielmaterial, sowie Ausrüstung beschlagnahmt und zerstört.

 

Im Zuge der Wiedergutmachungsgesetzes vom 19.April 1945 wurde der Verein wieder in Rechtskraft gesetzt und in den Sportvertrieb wieder aufgenommen.

 

Zu DDR-Zeiten folgte eine Umbenennung des Vereins in „SG Gera-Roschütz“ bevor man später als Betriebsportgemeinschaft „BSG Chemie Roschütz“

 

Als BSG Chemie Roschütz (Porzellan Fabrik) spielte man zuerst in der Berzirksklasse und stieg mit der 1. Mannschaft erstmals im Jahr 1975 in der Bezirksliga auf, in der Saison 1986/87 spielte man eine weitere Serie in der Bezirksliga und von 1988 bis 1990 in der Stadtliga.

 

Nach der Wende wurde der Verein in „SV Roschütz e.V“ umbenannt.

 

Lange Zeit spielte man in der Stadtliga, ehe 1997 der Aufstieg in die Bezirksliga gelang. Doch man konnte die klasse nur für eine Saison halten und viel auf die Stadtebene zurück.

 

Um den Fußballfans der Stadt Gera etwas Anderes bieten zu können entschloss man sich im Jahr 2015 erstmalig zusammen mit der BSG Wismut das Geraer Bandenmasters zu veranstalten. Als Teilnehmer über die Jahre waren unter anderem Mannschaften von Union Berlin,

dem FC Rot-Weiss Erfurt, des ZFC Meuselwitz, dem Chemnitzer FC und dem FC Carl Zeiss Jena zu Gast in der Geraer Pandorfhalle.

 

Der SV Roschütz hat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Aufstiegen und Pokalerfolgen für Furore gesorgt. Doch nach insgesamt fünf Spielzeiten in der Landesklasse entschied sich die Vereinsführung aufgrund zahlreicher Abmeldungen für den Neustart in der Kreisoberliga Ostthüringen für die Saison 19/20.

 

In der Saison 20/21 entschied man Aufgrund weitere Abgänge und einer fast komplett neuen Männermannschaft aus Jugendspielern und Spielern der ehemaligen 2. Mannschaft den Spielbetrieb in der Kreisliga fortzusetzen.